Massnahmen gegen Gewalt

Erkennen und benennen Sie Gewalt. Auch bei sich selbst!
Gewalt hat viele Formen: Schlagen, Anschreien, Abwerten, längeres Ignorieren… Seien Sie sich selbst gegenüber ehrlich und reagieren Sie wenn Sie merken, dass Sie selbst beginnen vollkommen überfordert und in der Folge gewalttätig werden.

Telefonieren Sie zur eigenen Entlastung!
Telefonieren Sie mit einem Freund/einer Freundin und sei es nur, um mal wieder mit jemand anderem zu sprechen. Wenn möglich, gehen Sie in ein anderes Zimmer. Atmen Sie tief durch. Wenn das nicht reicht, wenden Sie sich an die für Sie zuständige Erziehungsberatungsstelle.

Leben Sie Gewalt nicht aus!
Negative Emotionen, Anspannung und Aggressionen sind in Ausnahmesituationen normal. Es ist nicht schlimm, jemandem gegenüber aggressive Gefühle zu haben, gefährlich wird es erst, wenn man sie auslebt.

Wenn Gewalt passiert: Reden Sie!
Wenn Sie bemerken, dass andere Erwachsene zuhause gewalttätig werden gerade gegen Kinder oder Jugendliche – reden Sie mit ihnen. Vielleicht sind Sie in dieser Situation der oder die einzige, die/der den Schutz des Kindes jetzt herstellen kann. Lassen Sie sich dabei unterstützen: Von der Erziehungsberatung, von der Opferhilfeberatungsstelle oder der Dargebote-nen Hand. Die Adressen finden Sie unten.

Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie von Gewalt betroffen sind!
Dasselbe gilt natürlich wenn Sie selbst von Gewalt betroffen sind: Holen Sie sich Hilfe. Hier ist wichtig, dass Sie nicht allein bleiben. Sie sind nicht allein, auch wenn es gerade in einer Isolati-onssituation so erscheint. Holen Sie Hilfe: Bei Freunden, bei der Erziehungsberatungsstelle, bei der Opferhilfeberatungsstelle, bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) oder bei der Polizei. Die Adressen finden Sie unten.

Und vor allem: holen Sie sich rechtzeitig Hilfe!
Warten Sie nicht, bis es zu spät ist: die vorangestellten Tipps gegen Langeweile, gegen Ängste und Sorgen und vor allem die Tipps gegen Konflikte helfen, mit den unangenehmen Gefühlen umzugehen, die in angespannten, oft beengten Situationen entstehen, bevor diese sich in Ge-walt entladen.

EB Biel
Bahnhofstrasse 50, 2502 Biel
Tel. +41 31 636 15 20, eb.biel@be.ch

Weitere Adressen:
Ausserhalb der Büroöffnungszeiten und bei Notsituationen:
Elternnotruf: 0848 35 45 55 (Festnetztarif) bzw. www.elternnotruf.ch
Dargebotene Hand: 143 bzw. www.143.ch
Für Jugendliche: 147 oder www.147.ch
Opferberatungsstellen:
Bern: 031 370 30 70 www.opferhilfe-bern.ch/de
Biel: 032 322 56 33 www.opferhilfe-bern.ch/de
Bei Gewalt:
Polizei: 112 / 117 oder Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB (Adressen),
https://www.jgk.be.ch/jgk/de/index.html